Telefon / Internet 


Deutsche Simkarte

Eine deutsche Simkarte ist ggf. für das Internet-Banking (Stichwort: mTAN) erforderlich und natürlich für die Erreichbarkeit durch Familie und Freunde. Vorab ist zu klären, ob es für das Zielland Roaming-Partner gibt. Ansonsten kann sich die deutsche Simkarte erst gar nicht in das ausländische Netz einloggen. Hier helfen die Webseiten der deutschen Mobilfunk-Betreiber weiter. (Im südlichen Afrika und Ostafrika ist man bei Vodafone sehr gut aufgehoben, bei O2 sieht das schlechter aus - hier hat man wirklich nur ihn Südafrika Empfang.)

Lokale Simkarte

Für den Zugang zum Internet macht es sehr viel Sinn, eine lokale Simkarte im Reiseland zu kaufen. Manchmal geht das unkompliziert, manchmal braucht man dazu eine Pass-Kopie und wird registriert. Anschließend kauft man ein bestimmtes Datenvolumen, das in der Regel einen Monat gültig ist. Die typische Preislage liegt bei 15 bis 30 Euro für 1 GB, was ausreichend ist für Mails und regelmäßige Besuche im Internet. Freier Zugang zu WLAN ist nach unserer Erfahrung in Afrika eher die Ausnahme, in den USA wesentlich häufiger anzutreffen.

Telefonie in Kuba: traditionell an der Hauswand … 

Für die korrekte Funktion müssen die Internet Zugangsdaten im Telefon eingetragen werden. Oft erfolgt das automatisch bei der ersten Benutzung, ansonsten hilft der Verkäufer (hoffentlich!) weiter. Eine kurze Internet-Recherche bevor man verreist bzw. solange man noch Zugang zum Internet hat, ist sehr sinnvoll!

Da man mit dieser Vorgehensweise zwei Simkarten hat, die heimische deutsche und eine lokale im Reiseland, braucht man sinnvollerweise auch zwei Telefone. Ansonsten wechselt man ständig die Simkarten. Ein altes Telefon ohne viele Zusatzfunktionen leistet hier gute Dienste.

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In der Regel erhalt man beim Kauf eine Simkarte im Standard-Format. Diese kann man durch Ausbrechen auf Mikro-Sim-Format reduzieren. Eine Nano-Sim ist jedoch nicht nur noch kleiner, sondern auch dünner. Sie lässt sich also nicht durch Ausbrechen herstellen, sondern muss extra beantragt und geliefert werden. Ohne festen Wohnsitz und Postanschrift ist man hier im Ausland aufgeschmissen. Wir stellen uns diese Nano-Simkarten mit Schere und Nagelfeile selber her. Man muss etwas Sorgfalt walten lassen, aber es geht ganz gut. Wichtig ist das Abflachen der Kanten, sonst verklemmt die zu dicke Karte eventuell im Telefon und das wäre fatal!

… oder unterm Sonnenschirm

Für Telefonate nach Deutschland schwanken die Preise extrem. Vodacom Südafrika bietet einen Tarif „international calling Plus“ an. Für 0,50 Euro im Monat fixe Gebühren kann man dann für 0,07 Euro/Minute nach Deutschland telefonieren. Das ist konkurrenzlos günstig. In anderen Ländern werden schnell einige Euro/Minute fällig, dann ist das Satelliten-Telefon mit 0,90 Euro/Minute deutlich preiswerter.

Satelliten-Telefon

Der Betreiber Inmarsat bietet das beste Preis-Leistung-Verhältnis (2014) und eine weltweite Abdeckung bis auf die Pole. Ein Laufzeit-Vertrag lohnt sich für Privatpersonen nicht. Das attraktivste Prepaid-Paket beinhaltet 100 Einheiten für 90 Euro mit einer Gültigkeit von 180 Tagen (nicht 6 Monate!). Am Tag vor dem Verfall muss man neue Einheiten nachladen, dann bleiben auch die Rest-Einheiten wieder 180 Tage gültig. Die entsprechenden Voucher kann man im Internet kaufen, dann ist man auf keine dritte Partei angewiesen. Diese Voucher immer dort kaufen, wo man die Simkarte für das Sat-Telefon erworben hat, sonst funktioniert das nicht. Hingegen funktioniert jede Simkarte in allen Sat-Telefonen. Ein Anruf egal wohin kostet 0,90 Euro/Minute. Für die Verbindung zum Satelliten braucht man auch ein GPS-Signal. Das klingt trivial, ist uns aber im Regenwald von Simbabwe nicht gelungen!

SIP / Skype

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Eine weitere kostengünstige Variante für Telefonanrufe nach Deutschland ist SIP, Skype oder auch WhatsApp. Sie nutzen das Internet als Transport-Medium und setzen eine gute Bandbreite mit mindestens 3G voraus. Insbesondere bei Verfügbarkeit von kostenlosem WLAN ist die Internet-Telefonie eine gute Option. Tatsächlich reicht die Bandbreite im Mobilfunkt und über WLAN in aller Regel nur in großen Städten zum Telefonieren aus. In entfernten Gebieten kommt erst gar keine Verbindung zustande oder bricht sehr schnell ab.

Wir haben sowohl bei SIP als auch bei Skype einen Account. Beide funktionieren gleich gut oder gleich schlecht. Wichtig ist, dass man das Guthaben automatisch aufladen lässt, sobald ein                                              Auch der Massai ist mit der Welt verbunden   
bestimmter Betrag unterschritten ist. 

Mit WhatsApp erreicht man nur andere WhatsApp-Teilnehmer, das funktioniert allerdings unserer Erfahrung nach sehr gut. 

© P Wroblowski / H Zängerlein                                                                                                                                                 Disclaimer          Kontakt          Sitemap