Grenzübertritte in Afrika 2014 - 2016

Diese Seite beinhaltet unsere Erfahrungen bei Grenzübertritten in Afrika (in der Regel nur die Einreise). Mehr als 20 davon haben wir zwischen Mai 2014 und Februar 2016 hinter uns gebracht. Dabei sind wir abgebrüht geworden, daran gewöhnt haben wir uns nicht wirklich. Und wir haben geschätzt etwa 2000 Euro in den Schlund der Bürokratie gestopft. Das ist eine Menge Geld. Sinnlose Fragen oder Diskussion über künstlich geschaffte Probleme, die man dann stolz löst, nerven genau so wie das obligatorische Eintragen in dicke Bücher nachdem der Ausweis gescannt wurde und auch die Fingerabdrücke elektronisch registriert wurden. Diese Bücher gibt es seit 40 Jahren und man hat vielleicht vergessen, sie abzuschaffen. Es will wohl auch niemand den Arbeitsplatz streichen. Aber es hilft nichts, wir tragen fleißig Fantasie-Passnummern, Motor- und Fahrgestellnummern ein und alle sind zufrieden. Wer Afrika bereist, muss da durch und diese Seite soll anderen ein wenig helfen.

Wir haben beide einen deutschen Reisepass und sind in den unten aufgeführten Ländern jeweils als Touristen eingereist. Unser Auto importieren und exportieren wir jeweils mit Hilfe eines Carnet de Passage. Dieses Dokument ist ein Jahr gültig, erlaubt 20 Grenzübertritte und kostet knapp 300 Euro. Außerdem ist die potentielle Einfuhrsteuer zu hinterlegen oder als Bankbürgschaft abzusichern, das sind in unserem Fall immerhin 65.000 Euro! Nach einem Jahr kauft man ein Anschluss-Carnet. Unser Auto wiegt leer 4800 kg,  d.h. die unten angegebenen Kosten sind meist höher als für ein kleineres Allrad-Fahrzeug. 

Wie schon im vorhergehenden Kapitel erläutert, hängt letztendlich vom Grenzbeamten ab, wie lange man eine Aufenthaltsgenehmigung bzw. ein Visum erhält. Insofern spiegeln unsere Erfahrungen nur eine sehr individuelle Sicht wider und sind nicht in jedem Fall übertragbar. Außerdem gilt: Dieses Wissen altert schnell.

Und nicht vergessen: Immer schön freundlich bleiben!


Botswana

Kazungula 09/2014; Martinsdrift 03/2015

Deutsche benötigen kein Visum. Eine Aufenthaltsgenehmigung haben wir direkt bei der Einreise an der Grenze  erhalten, keine Kosten, Aufenthaltsdauer maximal 90 Tage pro Kalenderjahr, man kann die 90 Tage splitten auf mehrere Aufenthalte.

Für das in Deutschland zugelassene Auto muss man eine Haftpflichtversicherung abschließen (MV Insurance 50 Pula, 3 Monate gültig) und Straßengebühr bezahlen (Road Fund 50 Pula und Road Permit bis 3,5t 170 Pula, beides 1 Jahr gültig).

Zu beachten: die in Botswana durchgeführten Kontrollen an den Veterinärzäunen (Fleisch, Wurst, frische Milch) werden nur von Nord nach Süd durchgeführt. Da wir unsere Vorräte nicht an Beamte verlieren wollten, haben wir immer, auch von Süd nach Nord, Prozedur „Vet Control“ durchgeführt: D.h. Kühlschrank ausräumen, Fleisch verstecken, Kontrolle durchfahren und danach nicht vergessen, Kühlschrank wieder einzuräumen! 


Kenia

Isebania (05/2015)

Ein Visum haben wir direkt an der Grenze bei der Einreise aus Tansania erhalten, 3 Monate Gültigkeit, 50 USD pro Person, zu zahlen in USD. Single Journey, d.h. nur einmalige Einreise möglich. Nach „multiple entry“ haben wir uns nicht erkundigt. 

Ergänzung 09/20015: ein Visum muss seit 01.09.2015 vorab Online beantragt werden und wird nicht mehr direkt an der Grenze ausgestellt. Man muss den Online-Antrag ausdrucken und vorlegen!

Für einen Monat Road Fee haben wir 40 USD bezahlt. Achtung: Die Gebühr lautet zwar über 40 USD, wir mussten sie aber in KES (Kenia Schilling) bezahlen. Diese Regelung scheint ganz neu zu sein. Da wir natürlich an der Grenze noch keine KES hatten, mussten wir bei einem der lauernden Geldwechsler tauschen. Der Tipp des Beamten war, TZN (tansanische Schilling) in KES zu tauschen. Das wäre ein besserer Kurs als USD. Peter hat unseren Wechsler von 95000 TZN auf 85000 TZN heruntergehandelt, dafür haben wir 4000 KES bekommen. Tipp: man sollte unbedingt den aktuellen Kurs wissen, wir haben dafür eine App auf dem iPhone und man muss natürlich „online“ sein.

Taveta (09/2015)

Diesmal haben wir ein East Africa Visa (gültig für Kenia, Uganda und Ruanda) bei der Einreise aus Tansania beantragt: 3 Monate Gültigkeit, 100 USD pro Person und es wird ein Passbild (weißer Hintergrund, keine Brille) gefordert. Der Antrag kann bei den Botschaften der drei Länder oder am Grenzübergang oder Online gestellt werden. Wir haben das am Grenzübergang gemacht, was zwar erst einige Diskussionen erforderte, am Ende aber ging. Ein Visum für Kenia allein kann nur noch vorab Online beantragt werden, das Bestätigungsmail kommt in der Regel am folgenden Tag: 3 Monate Gültigkeit, 50 USD pro Person.

Für einen Monat Road Fee haben wir 40 USD = 4220 KES bezahlt. Diesmal schien es kein Problem zu sein, in Dollar zu zahlen im Gegensatz zu unserer ersten Einreise (s.o.). Fazit: die Regeln sind nur ein Anhaltspunkt, es kommt jedes Mal anders als man denkt! 


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Lesotho

Sani-Pass 06/2014

Einreisegenehmigung haben wir direkt an der Grenze  bekommen, geringe Kosten pro Person und Auto, abhängig vom Gewicht. Wir waren nur ein paar Stunden in Lesotho, erhielten aber eine Aufenthaltsdauer von 14 Tagen.

Die Grenzstation  - das Image eines Landes?


Malawi

Mchinji (04/2015)

Wir haben an der Grenze aus Chipata/Sambia kommend eine Aufenthaltsgenehmigung für 30 Tage bekommen. Diese ist kostenlos. Möchte man länger bleiben (90 Tage), dann wird das kostenpflichtig. Für unser Auto haben wir 65 USD Road Tax bezahlt, das hängt offensichtlich von der Strecke ab, die man im Land fahren will und von der Größe des Autos. Als Versicherung hatten wir schon die Comesa-Yellow-Card in Sambia gekauft (siehe dort).

Es gab keine Kontrolle der Gelbfieber-Impfung, allerdings wurde Fieber gemessen. Außerdem gab es weder an der Grenze noch im Land Veterinärkontrollen.


Mosambik (2014)

Für Mosambik muss man vorab ein Visum beantragen. Das geht entweder bei der mosambikanischen Botschaft in Deutschland (dauert ein paar Wochen) oder z.B. in Johannesburg innerhalb eines Tages. Zusätzlich zum ausgefüllten Antrag, benötigt man ein Passfoto sowie eine Hotelreservierung. Das Visum für eine Privatreise kann man maximal einen Monat vor der Einreise beantragen und es ist einen Monat gültig. Der Hammer sind die Straßenbenutzungsgebühren für unser Auto, die sich auf einige 1000 Dollar summiert hätten. Dies war uns alles zu kompliziert und zu teuer und wir haben auf die Reise nach Mosambik verzichtet.

 

Namibia

Ngoma Bridge (09/2014)

Eine Einreisegenehmigung  „Visitors Entry Permit“ haben wir direkt an der Grenze bekommen, keine Kosten, Aufenthaltsdauer maximal 90 Tage pro Kalenderjahr, mehrmalige Einreise „multiple entry“ möglich.

Die Versicherung für das Auto ist wie in Südafrika im Benzinpreis enthalten. 


Ruanda

Cyanika (10/2015)

Cyanika ist ein kleiner Grenzübergang. Wir sind mit einem East Africa Visa (gültig für Kenia, Uganda und Ruanda) eingereist, das wir bei der Einreise nach Kenia (siehe dort) erhalten haben. Cyanika ist eine 1-Stopp-Border - ein und derselbe Beamte hat uns Ausreise und Einreise abgestempelt. Unkompliziert und rasend schnell.

Ruanda erhebt keine Road Fee. So ging auch der temporäre Import unseres Autos mit Carnet de Passage und vorhandener Comesa-Versicherungskarte problemlos und zügig über die Bühne.


Sambia

Livingstone  (09/2014)

Ein „Day Trip Visa“ gültig für 24 Stunden haben wir als Fußgänger direkt an der Grenze (Simbabwe/Victoria Falls - Sambia/Livingstone) bekommen, 20 USD pro Person.

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Grenzbrücke über den Sambesi. 2014 waren auch wir Fußgänger, 2015 kommen wir mit unserem iMobil.


Livingstone  (03/2015)

Ein halbes Jahr später reisen wir über den gleichen Grenzübertritt für 10 Tage  nach Sambia ein. Diesmal haben wir unser Auto dabei. In der Zwischenzeit (seit Nov 2014) gibt es das neue Kaza-Visum. Dieses Kaza-Visum hatten wir schon bei der Einreise nach Simbabwe beantragt und haben nun davon profitiert. Sowohl die Ausreise aus Simbabwe, als auch die Einreise in Sambia verläuft reibungslos.

(Nachtrag 01/2016: Leider gibt es das KAZA-Visum, wie es von uns beschrieben wurde, seit Januar 2016 nicht mehr.
Haben wir nicht eingangs gesagt: Dieses Wissen altert schnell!)

Etwas länger dauert der temporäre Import unseres Autos. Wir bezahlen 150 ZMW (Kwacha) für Carbon Tax, 20 USD Toll Fee und dann müssen wir noch eine Versicherung abschließen. Nur für Sambia kostet diese für PKW ca. 120 ZMW, für unser großes Mobil will die Versicherungsdame 170 ZMW. Wir wollen jedoch eine Comesa-Yellow-Card kaufen, d.h. eine Versicherung für alle ostafrikanischen Länder abschließen, die wir in den nächsten Monaten besuchen wollen: Sambia, Malawi, Tansania, Uganda, Ruanda, Kenia und Simbabwe. Dies ist nur in der Stadt Livingstone bei der Professional Insurance Company möglich, nicht an der Grenze. 

Nach langer Diskussion bekommen wir vom Zollbeamten einen Stempel und einen handschriftlichen Kommentar, der uns erlaubt ohne Versicherung die 5 km nach Livingstone zu fahren, um dort die richtige Versicherung zu kaufen. Klasse - soviel Entgegenkommen haben wir nicht erwartet. Für die Autoversicherung in Sambia inkl. der  Comesa-Yellow-Card (beides gültig für ein Jahr) bezahlen wir 1070 ZMW (ca. 130 EUR). Der Preis richtet sich zum einen nach der Länge des Aufenthalts, zum zweiten nach der Anzahl der Länder, die man besuchen will, und natürlich nach der Größe des Autos.

Kasesya  (11/2015)

Leider gibt es beim kleinen Grenzübergang Kasesya bei Mbala kein Kaza-Visum. Wir bekommen für 50 USD ein Single-Entry-Visum (max. 90 Tage Gültigkeit). 

Für unser Auto bezahlen wir beim Zoll 150 ZMW (15 USD) für Carbon Tax. Von der Straßenbehörde ist keiner an der Grenze, so müssen wir keine Toll Fee bezahlen. Der Zollbeamte meint, wir sollen das in Kasama nachholen. 


Simbabwe 

Beitbridge (08/2014)

Ein Visum haben wir direkt an der Grenze (Südafrika - Simbabwe bei Beitbridge) bekommen, 45 USD für „Double Entry“,  für den ersten Aufenthalt und die Wiedereinreise haben wir wie gewünscht eine Aufenthaltsdauer von 30 Tagen erhalten.

Es ist unbedingt zu empfehlen, sich für die Einreise in Simbabwe einen von der Regierung kostenlos zu Verfügung gestellten Beamten zu nehmen. Man kündigt seinen Grenzübertritt einige Tage vorher per Mail an oder ruft an, dann wird man an der Grenze abgeholt und durch den Dschungel der Grenzabfertigung geschleust. Das beschleunigt die Prozedur und das Stempelsammeln enorm und schützt vor unberechtigten Kosten (20 USD Road Fee, 15 USD Carbon Tax, 30 USD Versicherung und eine Brückengebühr von ca. 25 USD). 

Die Versuche, Touristen über den Tisch zu ziehen, indem man beim Grenzübertritt 200-300 USD für nicht benötigte Versicherungen verlangt, sind keine Märchen. Wir haben Schweizer getroffen, die zu einer Versicherung für stolze 200 USD genötigt wurden. Grenzbeamter und Versicherungsagent steckten unter einer Decke!  Näheres zu unserem Grenzübergang hier

Hier die Kontaktdaten der Dame, die uns geholfen hat: 
www.zimbabwetourism.net
Bertha Mutowembwa, Area Manager Zimbabwe Tourism Authority
Mail: berthamuto@gmail.com
Telelon: +263 286 236401, +263 7 12320428 


Kazungula  (03/2015)

Ein halbes Jahr später reisen wir über Kazungula nach ZIM ein. Seit Nov 2014 gibt es das neue KAZA-Visum (50 USD, 30 Tage Gültigkeit, Multiple Entry), das zu diesem Zeitpunkt für Simbabwe und Sambia gültig ist. Nach einer Probezeit von einem halben Jahr soll es auf Botswana, Namibia und Angola ausgedehnt werden. Die Abwicklung geht wirklich schnell, wir bezahlen unsere 50 USD pro Person und sind ruck-zuck eingereist.

Auch der temporäre Import unseres Autos verläuft reibungslos. Kosten: 20 USD Road Fee, 15 USD Carbon Tax, 30 USD Versicherung.

Nachtrag 01/2016: Leider gibt es das KAZA-Visum, wie es von uns beschrieben wurde, seit Januar 2016 nicht mehr. Haben wir nicht eingangs gesagt: Dieses Wissen altert schnell!


Victoria Falls  (11/2015)

Im November kommen wir aus Sambia nach Simbabwe zurück. (In Sambia haben wir kein KAZA-Visum bekommen, da das am kleinen  Grenzübergang Kasesya nicht erhältlich ist.) Wir beantragen und bekommen also ein Single-Entry-Visum für 30 USD, Gültigkeit 30 Tage. 

Der temporäre Import unseres Autos verläuft diesmal nicht reibungslos. Wir bezahlen 20 USD Road Fee und 15 USD Carbon Tax, wollen aber nicht weitere 30 USD für eine Versicherung bezahlen. Schließlich haben wir inzwischen eine COMESA-Card, die auch für Simbabwe gilt. Der Beamte beharrt darauf, dass nur COMESA-Mitglieder auch eine COMESA-Versicherung abschließen können. Alle Diskussionen und die COMESA-Internetseite, auf der ausdrücklich vermerkt ist, dass auch  „non-COMESA members gerne eine COMESA-Versicherung zum Reisen benutzen“, helfen nichts. Nach einer Stunde geben wir auf und zahlen. Peter weiß aus diversen Blogs, dass auch die simbabwischen Polizeikontrollen die COMESA-Card nicht anerkennen wollen. Vielleicht haben wir also jetzt unsere Ruhe. (Im Nachhinein erfahren wir, dass dieses Problem nur für die Einreise über den Grenzübergang Victoria Falls bekannt ist.)


Südafrika

OR Tambo Airport Johannesburg  (05/2014, 03/2015)

Eine Einreisegenehmigung „Visitors Permit“ haben wir direkt bei der Einreise (Flughafen Johannesburg) erhalten, keine Kosten, Aufenthaltsdauer maximal 90 Tage ab Datum der Einreise, eine mehrmalige Einreise „multiple entry“ ist innerhalb der 90 Tage möglich.

Achtung, die 90 Tage Aufenthaltsdauer sind keine 90 Aufenthaltstage pro Jahr so wie in vielen anderen Ländern üblich. Die 90 Tage zählen ab dem Datum der ersten Einreise und zählen auch weiter, wenn man von Südafrika in ein anderes Land weiterreist. Laufen die 90 Tage ab, während man in einem anderen (afrikanischen) Land unterwegs ist und reist man erneut in Südafrika ein ohne zuvor in Deutschland (= country of residence) gewesen zu sein, dann bekommt man bei erneuten Einreise nur noch eine Aufenthaltsgenehmigung für 7 weitere Tage. Das ist seit Mai 2014 die offizielle Vorschrift. 

Die Handhabung an der Grenze weicht jedoch davon ab und ist nicht ganz vorhersehbar: Wir bekamen bei der zweiten Einreise aus Namibia ohne Probleme ein zweites Visum mit noch einmal 90 Tagen, obwohl wir nur 7 Tage bleiben wollten. Freunden von uns erging es ebenso, andere Reisende mussten erst lange mit dem Manager diskutieren, um noch 4 Wochen in Südafrika bleiben zu dürfen. Tatsächlich wurde uns auch erzählt, dass ein britisches Pärchen gar nicht ein zweites Mal einreisen durfte…

Fliegt man allerdings nach Deutschland (= country of residence) zurück und reist danach erneut nach Südafrika, so erhält man eine neue Aufenthaltsgenehmigung mit 90 Tagen Aufenthaltsdauer - ganz und gar unabhängig vom Kalenderjahr. In unserem Fall haben wir im Mai 2014, im Dezember 2014 und erneut im März 2015 je 90 Tage Aufenthaltsdauer erhalten. 

Die Versicherung für das Auto ist in Südafrika im Benzinpreis enthalten. Sehr Praktisch!


Beitbridge (12/2015)

Gut, dass wir immer unsere Pässe kontrollieren. Der Immigrationsbeamte gab uns zunächst nur 30 Tage, statt 90 Tage Aufenthaltsgenehmigung und meinte, die 90 Tage würde man nur bei einem internationalen Flughafen bekommen. Seine Kollegen rechts und links wussten es Gott-sei-Dank besser und aus dem 3.1.2015 wurde schnell der 3.3.2015 gemacht - mit einem schwarzen Kuli. Das hätten wir auch selbst gekonnt ;-)
(Der Ehrlichkeit halber müssen wir hinzufügen, dass er das Datum auch in seinem System angepasst hat.)


Tansania

Kazumulu (04/2015), Namanga (06/2015), Kilimandjaro International Airport (09/2015), Rusumo (11/2015)

Ein Visum haben wir direkt an der Grenze bei der Einreise aus Malawi (Kazumulu) bzw. am Kilimandjaro Flughafen erhalten, 3 Monate Gültigkeit, 50 USD pro Person. Mehrmalige Einreise mit dem gleichen Visum ist innerhalb der Gültigkeitsdauer möglich, das haben wir bei jedem Visum auch ausgenutzt. 

beachte: Im November 2015 nach unserem Grenzübertritt in Rusumo haben sich die Bestimmungen geändert. Laut Webseite der Tansanischen Botschaft gilt das 50 USD-Visum nur noch für Single Entry, das Multiple-Entry-Visum kostet jetzt 100 USD (siehe auch Begegnung der dritten Art). 

Als Road Fee haben wir bei der Einreise in Kazumulu (04/2015) bzw. in Rusumo (11/2015) an der Grenze je 25 USD/Monat bezahlt. Beim letzten Grenzübertritt sollten das dann plötzlich 128 USD sein, aber nach Vorlage der alten Quittungen und freundlichem Hinweis auf unsere „guten Beziehungen“ zum Finanzamt in Arusha, waren es dann doch wieder nur 25 USD. Der Beamte hat sich für den „Computerfehler“ entschuldigt.

Da wir unser Auto während eines Deutschlandaufenthalts v0n 06-09/2015 in der Nähe von Arusha untergestellt hatten, mussten wir für die gesamte Zeit Road Fee zahlen. Achtung: An einigen Grenzübertritten (z.B. Namanga) wird nicht unterschieden, ob das Fahrzeug in Ostafrika zugelassen ist und nur 90 Tage in Tansania sein darf oder mit Carnet eingeführt wurde, was eigentlich einen einjährigen Aufenthalt erlaubt. Man muss mit einer hohen Strafe rechnen (zwei konkrete Beispiele mit jeweils einigen 100 USD!), wenn man die 90 Tage überzieht. Auch unser Auto war vier Monate im Land. Wir haben daher den kleinen, abgelegenen Grenzübergang Taveta bei der Ausreise nach Kenia gewählt und hatten dort keine Probleme!

Dass auf dem Bildschirmschoner der Grenzbeamten in Kazumulu eine Ermahnung stand, dass Bestechung ein Verbrechen ist, fanden wir „lustig“. Weniger lustig war, dass gerade einer bei der Mittagspause war und sich sonst keiner zuständig fühlte.


Uganda

Malaba (10/2015)

Wir sind mit einem East Africa Visa (gültig für Kenia, Uganda und Ruanda) eingereist, das wir bei der Einreise nach Kenia (siehe dort) erhalten haben. Sowohl die Ausreise aus Kenia, als auch die Einreise in Uganda war vollkommen unkompliziert. 

Für einen Monat Road Fee haben wir ca. 20 USD = 70.000 UGX bezahlt. Diese Abwicklung war das Komplizierteste der ganzen Einreise. Man bekommt zunächst beim Zoll ein Formular (Schritt 1), danach muss man Geld tauschen (Schritt 2) und bei der Bank einzahlen (Schritt 3). Mit dem Stempel von der Bank dann wieder zum Zoll (Schritt 4). Die Road Fee ist in Uganda-Schilling zu zahlen, die wir aus Kenia kommend natürlich nicht hatten. Achtung: Die Bank tauscht US Dollar und einige andere Devisen in Ungada-Schilling um. Die Dame vom  Zoll wollte uns allerdings zu einem der herumhängenden Moneychanger schicken. Ob sie auch ein paar Prozent von deren Gewinn gekommt?


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