Punta Ninfas - See-Elefanten und Orcas hautnah

Noch stehen wir AUF der Klippe und finden den Anblick der See-Elefanten schon grandios.

In keinem Reiseführer erwähnt, aber den Tipps anderer Overlander folgend, fahren wir zur südlichen Landspitze des Golfo Nuevo, dem Punta Ninfas. Die Anfahrt über 80 km raue Piste, die nach Regen sehr anspruchsvoll werden kann, sichert die Abgeschiedenheit, die wir bei den Reisen mit unserem Auto immer sehr genießen und die wir als echten Luxus empfinden. Dort steht der einsamste Leuchtturm auf Erden und - deshalb sind wir gekommen - hier wohnt eine Kolonie See-Elefanten.

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Wie immer, wenn man etwas Besonders erleben will, muss man auch Einsatz zeigen. Um also zwischen den größten Robben spazieren gehen zu können, klettern wir zunächst die 65 m hohe Steilklippe hinunter. Am Einstieg hilft eine Strickleiter, danach geht es im Freistil weiter. 


Und dann, können wir nur noch die Bilder für sich sprechen lassen…  (siehe Diashow unten)


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Noch etwas benommen von den hautnahen Eindrücken, steigen wir nach oben. Zum Verdauen bleibt uns keine Zeit. Gerade sind wir über die Kante der Klippe geklettert, patrouilliert eine Familie von vier Orcas wahrlich majestätisch die Küste entlang. Um diese Jahreszeit lauern sie auf die jungen See-Elefanten, leichte Beute für einen Wal-Killer. Doch für heute sind wir froh, dass wir diesem Gemetzel nicht zusehen müssen.




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Die Weiterreise von Punta Ninfas zum Cabo Dos Bahías wird zur Herausforderung für Fahrer und Auto. Obwohl es die letzten Tage nicht geregnet hat, stehen auf einer Strecke von 30 Kilometern (RP68 zwischen Punta Ninfas und Rawson) richtige Seen auf der Erdpiste und verwandeln sie in eine glitschige Schlammsuhle. Der Boden erinnert uns an die „black cotton soil“ in Afrika. Es handelt sich um Bläh-Ton, der schon mit wenig Wasser aufgeht wie ein Hefeteig. Danach gibt es kein Halten mehr, das Auto ist nicht mehr lenkbar und der Vortrieb ist gleich Null. Die Farmer der Umgebung haben mit ihren Pickups bereits einige „Umgehungen“ durch die Pampa angelegt, denen auch wir folgen. Eine davon ist jedoch für unseren 5-t-Truck nicht geeignet, da zu schmal und mit zu viel Seitenneigung in Richtung Schlammloch. Bleibt nur eine Option: wir fahren auf 100 m quer durchs Gelände und legen eine neue Umleitung an. Und dabei hat uns jeder erzählt, dass Südamerika ganz leicht zu bereisen wäre, Geländerreifen nicht notwendig sind und Allrad allerhöchstens ein nettes Zubehör ist. 


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