Alles selbst erlebt! In Deutschland.

Winter im Bayrischen Wald

Auch vom Großen Osser unverkennbar: die Radar-Kuppen auf dem Großen Arber.

…so schön wie in Afrika! - Nach einer Woche wandern im Schnee bei wolkenlosem Himmel und Sonne kam uns dieser Ausruf über die Lippen. Er kam aus voller Überzeugung! Nur die Netzabdeckung ist schlechter als in der Wüste ;-) 

Übrigens - die Nächte stehen denen in der Wüste in Nichts nach. Kein störendes Licht, keine Zivilisationsgeräusche. Nur Wind, Bachgeplätscher und sternenklarer Himmel. Orion steht jede Nacht über uns. Um in den Genuss dieses Erlebnisses zu kommen, muss man sich natürlich einsame Wanderparkplätze zum Übernachten aussuchen, was uns bei den guten Schneeverhältnissen leider nicht immer gelingt. 

Natürlich erklimmen wir den Großen Arber (1456 m), aber nach einer Woche sind wir uns einig: Die „zweithöchsten“ Berge sind die schöneren. Kleiner Arber, Großer Osser, Rachel (mit 1453 m nur drei Meter niedriger als der Große Arber) sind weniger bevölkert und nicht verbaut, bieten grandiose Ausblicke und - Überraschungen.

Großer Arber: Spionage Richtung Osten? 

Eine taufrische Luchsspur hält uns auf unserer Schneeschuhwanderung um den Kleinen Arber in Atem. Den Schneekrümeln in der Spur nach zu urteilen - jeder Trapper würde uns recht geben - beobachtet der Luchs uns vom nächsten Busch aus. Abends berichtet uns ein Wanderer „Der Wolf ist zurück“. Er hat im Schachten-Gebiet sogar Wolfspuren gesehen.


Auerhahnspuren sehen wir öfters in den höher gelegenen Gebieten; hier im Bayrischen Wald sind Schutzgebiete für diese vom Aussterben bedrohte Tierart eingerichtet.

Die Sonne wird von Tag zu Tag wärmer. Auf dem Weg zum Großen Osser können wir über den Wolken schon etwas Sonnen-baden. 

Selbst ein kurzer Spaziergang am Frauenauer Stausee enthüllt spektakuläre Aussichten und …

… kulinarische Höhepunkte: Cappuccino mit Cantucci! 

(Wer sich für die Mini-Ultra-Light-Ausgaben diverser Kocher bis zum Milchaufschäumer interessiert, der frage bei Peter nach.)

All unsere Wanderungen, Langlauftouren und Schneeschuhwanderungen haben wir diesmal dem Wander-Portal Outdoor Active entnommen und waren jeden Tag aufs Neue überrascht, denn wir dachten, man könne den Vortag nicht toppen. Absolut faszinierend war jedoch die Wanderung auf den Rachel. Ziemlich anstrengend, denn es wird ziemlich warm und der Schnee ziemlich sulzig, aber uns erwartet eine einmalige Landschaft und eine sagenhafte Aussicht. Vom Gipfel aus erkennen wir in 180 km Entfernung den Watzmann!

Fazit: Unsere Winterurlaubswoche war ein voller Erfolg! -

Zusätzlich zu tollem Wetter und Landschaft kommt eine sehr gute touristische Infrastruktur und die bayrische Küche hat uns mit frischen Weißwürsten, Zimtnudeln und Bärwurz auch nicht im Stich gelassen. 

12/02/2017

© 2016 -    P Wroblowski / H Zängerlein 

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