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Master-Plan - Ein Plan zum Anpassen

Zwar haben wir vor jeder größeren Etappe eine grobe Idee im Kopf, welche Länder wir besuchen, wie lange und in welcher Reihenfolge. Aber meistens kommt es dann ganz anders als gedacht. Mal ist es ein begeisternder Reisebericht anderer Overlander und wir fahren 2014 spontan über die Grenze nach Simbabwe. Das nächste Mal halten uns Unruhen 2015 nach der Wahl ab, nach Burundi einzureisen. Auch in Ecuador sind die Grenzen wegen des massiven Widerstands der indigenen Bevölkerung gegen eine Benzinpreiserhöhung geschlossen, als wir 2019 in Südamerika landen. Drei Wochen später hat man sich mit der Regierung geeinigt und wir können das Land uneingeschränkt erkunden. 2020 durchkreuzt der Corona-Virus die Planung für die vierte Südamerika-Etappe…

Man sieht, unser Plan ist zum Anpassen da. Und wir sind überhaupt nicht traurig, dass uns das Leben ständig überrascht! Mit Goethe gesprochen: "Nimmt man das Willkürliche aus dem Leben [...] hinweg, so hat man das Beste hinweggenommen.“

Büffel im Ngoro Ngoro Krater, Tansania.

Wir sind von März bis Juni 2015 über Botswana, Sambia, Malawi, Tansania bis nach Kenia gekommen. Kenia hat uns so gut gefallen, dass wir das Land ab September nach unserem Sommerurlaub in Deutschland noch einmal mit etwas mehr Zeit bereisen wollen. Außerdem haben wir viel Gutes über Uganda und Ruanda gehört. Also ändern wir unsere Pläne und fahren durch diese Länder rund um den Viktoriasee und erst dann wieder nach Süden. Dieser Route fällt leider das Weihnachtsfest zu Hause zum Opfer, was uns nicht leicht fällt. Wir trösten uns mit dem Gedanken, das nasskalte Wetter in Deutschland gegen die Sonne Afrikas einzutauschen und damit, dass unsere Tochter uns im Januar in Kapstadt besuchen wird! Ende Februar 2016 wollen wir das Auto wieder nach Hause verschiffen, auch wenn uns der Abschied von Afrika nach zwei Jahren wohl schwer fallen wird. Diese Zeitplanung ist aber sehr praktisch, da unser Vehikel nach Verschiffung und einigen Wartungsarbeiten pünktlich im Frühjahr 2016 wieder für die nächsten Touren zur Verfügung stehen soll. Aber jetzt sehen wir erst einmal, dass wir wohl behalten wieder Südafrika erreichen!

Blick von den Chilojo Cliffs im Gonarezhou Nationalpark, Simbabwe.

Die ersten sechs Monate in Afrika haben uns sehr gut gefallen: Südafrika, Simbabwe, Botswana, Namibia mit viel Zeit und Stippvisiten in Lesotho und Sambia. Bis 2015 oder sogar 2016 soll das Auto nun in Afrika bleiben: Mindestens Malawi und Tansania reizen uns auch noch und vielleicht überwintern wir dann noch am Kap. Unseren mittelfristigen Plan haben wir jedoch geändert: Die nächste Etappe soll uns nach Südamerika statt Australien führen. Grund: Viele Länder dort erlauben heute noch das Reisen weit ab der Touristenströme. Das ändert sich jedoch gerade und wir wollen die Zeit nutzen, bevor es zu spät ist. Da es von Afrika nach Südamerika keine RoRo-Verschiffung für unser Auto gibt, müssen wir erst wieder zurück nach Europa. Diese Gelegenheit werden wir für Wartungsarbeiten und mindestens eine ausgedehnte Tour nutzen, vielleicht in Richtung Osten …

Faszinierende Namib, Namibia.

Für Osteuropa hat am Ende die Zeit nicht gereicht. Da im Winter gar kein Schnee gefallen ist, ist leider auch die geplante Rundtour durch die deutschen Mittelgebirge ausgefallen. Aber - im Mai geht es nach Afrika!

Lofoten, Norwegen 2012. 

Die Schnuppertouren in Europa haben uns bisher nach Dänemark, Norwegen, Schweden, Sizilien, die Liparischen Inseln, Andorra, das spanische Festland sowie die Kanarischen Inseln geführt. Vielleicht ist noch Zeit für Osteuropa oder eine Wintertour durch Deutschland bevor es Anfang 2014 nach Afrika geht. Dort wollen wir einen Teil des Kontinentes für zwei oder drei Jahre bereisen - anschließend das Auto weiter nach Australien/Neuseeland verschiffen für ebenfalls zwei bis drei Jahre - danach nach Südamerika und ca. fünf Jahre von Feuerland bis Alaska touren. Dann bleibt uns als Rentner noch Nordafrika, der mittlere Osten sowie Asien vom Ural bis hinter die chinesische Mauer!

© P Wroblowski / H Zängerlein 

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