Selbst mit der geschlängelten Straße im Vordergrund - die ganze Gegend um die Klöster von Meteora wirkt mystisch.
Schlenker über Kastoria
Einen kleinen Schlenker nach Norden gönnen wir uns noch und fahren von Konitsa nach Kastoria in der Region Westmazedonien. Jetzt sind wir nur noch 40 Kilometer vom Dreiländereck Griechenland - Albanien - Nordmazedonien entfernt. 2024 waren wir auf der anderen Seite in Nordmazedonien an den Prespaseen.
Kastoria ist geprägt vom gleichnamigen See, wir übernachten auf der Halbinsel direkt am Wasser, machen von dort einen Stadtrundgang und lernen abends eine höchst kulinarische Seite von Griechenland im Restaurant Kalnterimi kennen.
Hat sich der Umweg gelohnt? Die Fahrt durch die Berge war fantastisch! Die Lage von Kastoria und unser Abendessen auch. Die Stadt selbst war für uns nicht sehr ergiebig.
Nach Süden Richtung Meteora fahren wir größtenteils über die Autobahn und wundern uns über die Schilder, die vor Bären und Wölfen warnen. Am nächsten Morgen in einem Wild Camp hoch über Meteora freuen wir uns dann, dass uns Kuhgebimmel weckt. Es hätte ja ein Bär vor der Tür stehen können…
1 Foto: Weites, fast "afrikanisches" Flusstal auf dem Weg nach Kastoria. Kleine orthodoxe Kirchen in Kastoria mit schon sehr beeindruckenden Fresken. Ein Schildkrätengarten mit Mini-Exemplar.
In Meteora darf man in den Altarräumen nicht fotografien. Die Fresken dort sind alle feinsten restauriert und einfach atemberaubend.
Was hat ein Meteor mit Meteora zu tun? - Beiden schweben hoch in der Luft!
Meteoros bedeutet im Altgriechischen: n der Luft schwebend oder hoch in der Luft.
Und wie ein Meteor hoch in der Luft schwebend sollen die Klöster bei Nebel aussehen. Wir erleben sie bei strahlendem Sonnenschein und finden ihre Lage hoch über dem Boden auf Felsnadeln dennoch spektakulär und einzigartig.
Sechs der einst 24 Klöster sind für Besucher geöffnet. Uns gefallen sie alle. Bei den großen überwiegt die Pracht, aber die Reisegruppen treten sich im wahrsten Sinne des Wortes gegenseitig auf die Füße. Im Kloster Varlaam haben wir uns in der Tat dreimal in die Schlange zum Altarraum angestellt, um uns dann von der Masse durchschieben zu lassen.
Die kleinen Klöster liegen spektakulär auf spitzen Felsnadeln und sind etwas „bescheidener“ in der Ausstattung. Ganz ohne Reisegruppen kann man sich aber in einem Altarraum sogar eimal auf die Chorstühle setzen - ist erlaubt - und die Fresken in aller Schönheit auf sich wirken lassen.
Felsnadeln und wieder Wälder
Peter denkt sofort an das Elbsandsteingebirge, wenn er die spitzen Felsnadeln von Meteora sieht. Bis zu 400 Meter ragen die Sandsteinpins in die Luft und sind auch ohne Kloster auf der Spitze schon atemberaubend.
Wir sehen Seilschaften an „unbewohnten“ Felsen klettern. Dahinter die weite Flussebene und nochmal dahinter das Pindosgebirge. Eine ganz und gar grandiose Landschaft.
Auf dem 1. Foto sieht man gleich vier Klöster gleichzeitig.
Für uns erscheinen gerade alle neu renoviert. Insbesondere die Dächer sind „alle gut bedacht“.
Zwar gibt es heute Treppen zu den Klöstern, aber die Seilzüge dienen immer noch als Lastenaufzug - im Notfall auch für Personen im Rollstuhl.
28/04/2026
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