Griechenland

Alles selbst erlebt! In Griechenland.

Nationalpark Vikos-Aoos im Pindos Gebirge

Nationalpark Vikos-Aoos. 

Auf diesem Bild ist alles vereint: Das türkisblaue Wasser des Voidomatis, tief unten in der Vikos-Schlucht, umrahmt von frühlingsgrünen Wäldern, am Rande ein kleines Kloster. 

GPS: 39.92344, 21.0141

‍Ankunft in Igoumenitsa

‍Jeden Tag was Neues. Genau das ist das Spannende am Reisen. Aber wenn man schon weiß, wo die nächste Bäckerei und ein Gemüseladen ist, dann hat das auch was für sich. Wir freuen uns also auf unseren ersten Einkauf in Igoumenitsa!

‍Unsere Fähre aus Venedig kommt allerdings am Sonntag spät nachmittags an, da nützt uns alle Kenntnis der Örtlichkeiten nichts. Die meisten Läden haben geschlossen. Genau deswegen kommen wir aber zu unserem ersten echten Urlaubserlebnis:

‍Dreißig Minuten nach Ankunft in Griechenland stehen wir in einer Patisserie und kaufen Brot und Kuchen. Dann fragen wir, ob wir noch Fisch bekommen irgendwohin der Nähe. Die Verkäuferin deutet auf den Kunden neben uns - er ist der Fischhändler von gleich nebenan, dessen Geschäft gerade zu aussah. Er nimmt uns mit in sein Kühlhaus. Dort suchen wir uns das erste griechische Abendessen aus! 




Schönstes Angebot auch im kleinstem Gemüseladen.

‍Vikos-Aoos Nationalpark im Pindos Gebirge

‍Braunbären? Wölfe? Das verspricht unberührte Natur! Die bekannte Vikos-Schlucht ist unser erstes Ziel im Nationalpark, aber wir entdecken, dass es hier überall eine beeindruckende Schlucht und einen glasklaren Gebirgsbach gibt, der zudem über einer „gewölbte“ Steinbrücke gequert werden kann. Nicht umsonst sind die beiden Flüsse Voidomatis (auch Vikos-Fluss) und Aoos namensgebend für den Nationalpark.

‍Wir sind genau zur richtigen Jahreszeit gekommen. Im Hintergrund sind die Zweitausender noch schneebedeckt, aber wir wandern durch frisches Grün begleitet von Frühlingsblüten und Vogelgezwitscher.

‍Ist das schön hier! - entfährt es uns jeden Tag aufs Neue. Wir bleiben eine ganze Woche.


‍Die Farben des Voidomatis faszinieren. Leider ist es noch ein bisschen zu kühl zum Baden.

‍Mehr als 1000 Meter überragen die Gipfel die Vikos-Schlucht.


‍Vikos-Schlucht

‍Die Vikos-Schlucht stand schon vor fünf Jahren auf unserer Agenda, aber damals haben es nicht mehr geschafft. Jetzt nehmen wir die 5-Sterne-Wanderung von Monodendri nach Vikos in Angriff: knapp 15 km, mehr als 1000 Höhenmeter bergab, 650 Meter nach oben. Wir sind mächtig stolz als wir nach sechs Stunden am Ziel ankommen. 

‍In der Schlucht treffen wir immer wieder die gleichen Wanderer. Einen österreichischen Radfahrer (Respekt!) und eine deutsch-österreichische Vierergruppe. Mehr sind nicht unterwegs. Die meiste Zeit haben wir die Schlucht für uns.

‍Zurück teilen wir uns ein Taxi mit dem Radler und abends trinken wir dann auch noch gemeinsam den ersten Ouzo!

Einfach ist der Weg nicht. Wir nennen den Abschnitte über diese Wackersteine frei nach der Monte-Rosa-Umrundung „Königsetappe“.

‍Steinbrücken von Epirus

‍Die Region Epirus, in der der Nationalpark Vikos-Aoos liegt, ist berühmt für ihre charakteristischen Steinbrücken. Viele wurden im 18. Jahrhundert erbaut, oft mit einem oder mehreren Bögen, haben sie die Jahrhunderte erstaunlich gut überdauert.

‍Einst verbanden diese Brücken abgelegene Dörfer miteinander oder stellten auch nur die Verbindung zwischen einem Ort und seiner Mühle auf der anderen Bachseite her. Heute lassen sie sich auf historischen - ziemlich steinigen - Pfaden erwandern. Unsere Rundtour ab der Brücke von Kokkoris führt von einer Brücke zur nächsten – irgendwann geben wir das Zählen auf.

‍Was wir schnell merken: Über eine solche Brücke geht man nicht einfach hinüber, man muss sie erklimmen. Die Bögen sind mitunter ganz schön steil. Zudem muss man schwindelfrei sein, denn die Geländer-Mauern sind meist nur kniehoch.

Brücke zur Mühle in Kipoi.

‍Challenge!

‍Immer wieder landen wir bei unseren Wanderungen auf dem Epirus Trail lang, einem  Fernwanderweg von 370 km. 

‍Zu lang? Das Pindos Gebirge hält auch Herausforderungen über „kürzere“ Strecken für Läufer bereit. TeRA 88 km? Zagori Classic 33 km? Oder nur ein mickriger Halbmarathon? Die Kilometer sind das eine, die Höhenmeter (allein über 2100 m bei den 33 Kilometern)  und die steinigen Bergpfade das andere.

‍Eine Teilnahme verschieben wir aufs nächste Mal… 

‍Da muss man sich schon ganz schön konzentrieren, dass man in diesen Märchenwald nicht in die falsche Richtung rennt.

‍Für jeden was dabei.

Wasser und Wälder

Jeden Tag wandern wir entlang des Voidomatis, beobachten Forellen in den Stromschnellen und staunen über das klare, türkisblaue Wasser und die weißen Wackersteine.

So glauben wir gern, dass der Voidomatis einer der saubersten Flüsse in ganz Europa ist. 

Nicht weniger beeindruckend sind die Wälder, die wir in diesem Ausmaß hier überhaupt nicht erwartet haben. Moosgedeckt, im Frühjahrsgrün, auf dem Boden ein Bärlauchteppich. Ein echter Märchenwald!

Optimale Übernachtungsplätze finden sich viele - mal direkt am Bach, mal hoch über den Schluchten. 

Unsere Fahrten mit dem Auto sind eher kürzer als die Wanderungen pro Tag. Da drängt sich die Frage auf: Werden wir jemals in Georgien ankommen… 

‍Auf diesem Foto kann man nachvollziehen, warum wir nicht weiter fahren wollen. 

‍Mehr Kontrast zu den steinigen Schluchten kann es kaum geben.

‍Kapellen überall

‍Zu guter Letzt hat man das Gefühl, dass in Griechenland überall in der Landschaft eine kleine orthodoxe Kapelle herumsteht. Und da es laut Peter an jeder Kirche auch ein Café gibt, geben sie bei den Wanderungen oft den perfekten Cappuccino-Platz für uns ab! Diese hier war nicht abgeschlossen…

‍Wir bleiben sicher eine Stunde und außer der Schildkröte besucht uns kein Mensch.


Mini-Kapelle am Voidomatis.


HIDDEN Diashow demnächst 

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19/04/2026

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