El Cairo - verschlafenes Kaffeedorf in der Küstenkordillere

El Cairo am Samstagmorgen. 12 Stunden zuvor waren alle Bürgersteige hoch geklappt.

"Wir könnten auch noch einen Tag bleiben? - Hab ich auch schon gedacht!" 70 km sind wir von der Panamericana bei Cartago in die Küstenkordillere auf einem schmalen Bergsträßchen gefahren, um in El Cairo am Ende der Welt zu landen. War es richtig, dem Insider-Tipp einer Einheimischen aus Pijao, der in keinem Reiseführer erwähnt wird, zu folgen? Freitag nachmittags wirkt das Ort, nach heftigem Regen mit Nebelschwaden verhangen, absolut verschlafen und selbst um den Parque Principal, den begrünten Hauptplatz, um den sich jede von den Spaniern angelegte Stadt mehr oder weniger quadratisch ausrichtet, haben die Bars, Cafés, Restaurants fast alle verschlossene Türen. An einer Ecke brennt Licht, zwei nette junge Leute begrüßen uns vor ihrer Pizzeria. Pizza? - haben wir im ganzen Leben noch nicht außerhalb Italiens und Deutschlands gegessen. Aber eine kolumbianische Pizza könnte durchaus Kultstatus erlangen. Die junge Dame zählt auf, was die italienische von der kolumbianischen Pizza unterscheidet. Wir können es weder verstehen noch schmecken, beide sind mit Mais und Kochbananenstückchen belegt. Hab ich’s nicht geahnt: Kult!

Und einen Tag später am Samstagmorgen ist so viel Leben in der Stadt, die Cafés sind nicht nur geöffnet, sondern gut besucht, die Sonne scheint und "Wir könnten auch noch einen Tag bleiben? - Hab ich auch schon gedacht!“


Der Vollständigkeit halber: Durch das bekannt Salento sind wir gefahren und in Filandia haben wir einen Stadtbummel gemacht. Schöne Touristenorte ohne Zweifel, leider aber auch austauschbar.

Google Maps: (4.761130, -76.221900), Höhe ü NN: 1940 m, Temperatur (tags/nachts): 23°/17° C


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